Schule und Kunst

Kinder treffen Künstler

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Aktuelles

Kooperationsvertrag

Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle und Vorsitzender des Berufsverbands Bildender Künstler Klaus von Gaffron unterzeichnen Kooperationsvereinbarung zur Intensivierung der Zusammenarbeit an Schulen

"Künstlerische Bildung leistet wertvollen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung"

MÜNCHEN. Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle und Klaus von Gaffron, Vorsitzender des Berufsverbands Bildender Künstler, Landesverband Bayern e. V. (BBK) haben heute in München eine Kooperationsvereinbarung zwischen dem Bayerischen Bildungsministerium und dem BBK unterzeichnet. Kern dieser Vereinbarung ist, die Zusammenarbeit an allgemeinbildenden Schulen zu intensivieren, um gemeinsam dem künstlerischen Bildungsauftrag nachzukommen. Kultusminister Dr. Spaenle betonte: „Jungen Menschen eine ganzheitliche Bildung zukommen zu lassen, ist eine wesentliche Aufgabe unserer Schulen. Hierzu zählt auch die künstlerische Bildung. Sie leistet einen wertvollen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung. Kinder und Jugendliche können beim aktiven Gestalten beispielsweise ihre Kreativität entfalten, ästhetisches Empfinden und motorische Fertigkeiten weiterentwickeln. Die Zusammenarbeit mit bildenden Künstlerinnen und Künstlern – auch über den regulären Unterricht hinaus – stellt eine wertvolle Bereicherung des Schullebens dar.“

Klaus von Gaffron ergänzte: „Unsere Aufgabe als bildende Künstlerinnen und Künstler sehe ich darin, schöpferisches und unkonventionelles Denken und Gestalten zuzulassen, es unterstützend zu begleiten. Dieses außerhalb des schulischen Alltags in seiner Fülle ausloten zu können, ist für Heranwachsende die Grundlage, um ein kritisch hinterfragendes und selbstbewusstes Mitglied unserer Gesellschaft zu werden.“

Die Vereinbarung bildet die Grundlage für eine verstärkte Zusammenarbeit der Kooperationspartner in der elementaren künstlerisch-praktischen Bildung sowie bei Projekten, im schulischen Ganztag bzw. in der Mittags- und Nachmittagsbetreuung oder bei Fortbildungen. Zudem setzt das Bayerische Kultusministerium einen Arbeitskreis ein, der die Schulen sowie Künstlerinnen und Künstler bei ihrer Arbeit beratend unterstützt.

Der Berufsverband Bildender Künstler, Landesverband Bayern e. V. zählt zu den deutschlandweit 16 Landesvertretungen im Bundesverband Bildender Künstler. Dieser versteht sich als Berufs- und Interessenvertretung bildender Künstlerinnen und Künstler für Deutschland. Dem Landesverband Bayern gehören rund 3.000 Mitglieder an.

Ein Foto der Veranstaltung steht unter folgendem Link zum kostenfreien Download zur Verfügung: http://www.km.bayern.de/ministerium/minister/bilder.html

Pressemitteilung Nr. 267 vom 10.07.2017


 

Kulturrat

Newsletter Mai 2016

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

Politiker aller Parteien lieben die Künstler. Nicht alle, besonders nicht die Unbekannten. Sie lieben bekannte Schauspieler, Musiker und Schriftsteller. Gerne werden diese Künstler eingeladen und ihre Meinung zu diesem und jenem politischen Problem erbeten. Künstler lieben Politiker, denn sie lassen sich gerne einladen, sie freuen sich, wenn ihre Einschätzungen auch außerhalb ihrer Profession gefragt sind. Außerdem macht es Spaß, wechselseitig in eine eher unbekannte Welt einzutauchen.

 

Problematisch wird es dort, wo diese Treffen als ernsthafte politische Schritte missverstanden werden. Viele Politiker haben mir schon erklärt: »Ich mache viel für die Kultur, ich treffe mich regelmäßig mit Künstlern.« Doch geht es bei diesen Treffen wirklich ernsthaft um die Verbesserung der sozialen und wirtschaftlichen Lage der Künstler, um ein zukunftsfähiges Urheberrecht oder um einen gerechten Welthandel?

 

Im Jahr 1970, auf dem ersten Kongress des Verbandes deutscher Schriftsteller, sprach Heinrich Böll, in Anwesenheit von Willy Brandt, über die »Einigkeit der Einzelgänger«. Ein kühner Traum, der, hätte er funktioniert, Künstlerorganisationen zu einer starken politischen Kraft gemacht hätte.

 

Doch gerade die Verbände der Künstler kämpfen, von wenigen Ausnahmen abgesehen, um ihre Zukunftsfähigkeit. Geblieben sind oftmals die Einzelgänger, ohne Einheit. Auch deshalb sind Künstler bei Politikern beliebt.

 

Im Mittelalter kannte man die Hofnarren, die als Spaßmacher für Unterhaltung und Belustigung der Mächtigen da waren. Mancher von ihnen konnte »ihren« Herrschern auch unangenehme Wahrheiten humorvoll näherbringen, die meisten aber waren wohl doch mehr Narren als Berater.

 

Künstlerinnen und Künstler haben wie alle Menschen eine Verantwortung für sich und ihre Mitmenschen. Die bekannteren unter ihnen können neben dieser Verantwortung noch ihre Popularität in die Waagschale werfen. Sie sollten aber sicherstellen, dass sie von der Politik nicht als Alibi missbraucht werden. Gerade weil bekannte Künstler gerne von Politikern eingeladen werden, sollten sie zu diesen Treffen klare Forderungen mitnehmen und nach den Treffen darauf achten, ob ihre Anregungen auf fruchtbaren Boden gefallen sind.

 

Vom Hofnarr des Mittelalters ist in unseren Tagen glücklicherweise nicht viel geblieben. Nur die Formulierung »vernarrt sein« für »total verliebt sein« gibt es noch. Totale Liebe ist im privaten Bereich super, in der Politik ist sie tödlich, weil man dann doch nur zum Hofnarr wird.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Olaf Zimmermann

Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates

 

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Inhalt dieses Newsletters

 

  1. Anhörung: Gelingende Integration von Flüchtlingen. Ein Integrationsplan für NRW
  2. Veranstaltung: Wer bildet wen? Kulturelle Bildung im Kontext von Migration und Integration
  3. Veranstaltung: Werte – Tugenden – Religion: Was hält die Gesellschaft zusammen? Beiträge der Kultur zur Integrationsdebatte
  4. Vortrag: Was bedeutet TTIP für unser Demokratieverständnis oder warum die TTIP-Debatte ein Glücksfall für die Demokratie sein kann
  5. Einschätzung: Programm-Debatte der AfD
  6. Neuerscheinung: Martin Luther Superstar - 500 Jahre Reformation
  7. P&K Mai/Juni 2016: Das Anthropozän, Künstlersozialversicherung, Kulturgutschutz, Integration, Freihandelsabkommen, Computerspielpreis

 

 

1. Anhörung: Gelingende Integration von Flüchtlingen. Ein Integrationsplan für NRW

 

Anhörung im Ausschusses für Kultur und Medien des Landtages NRW am 03. Mai 2016 (14.00 Uhr) "Gelingende Integration von Flüchtlingen. Ein Integrationsplan für NRW". Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, hat als geladener Sachverständiger vorab zu einigen Aspekten schriftlich Stellung genommen. Lesen Sie hier seine Stellungnahme.

 

 

2. Veranstaltung: Wer bildet wen? Kulturelle Bildung im Kontext von Migration und Integration

 

Einladung zum 8. Dialogforum des Deutschen Kulturrates am 19. Mai 2016 um 19 Uhr im Podewil Berlin.

 

Der Deutsche Kulturrat veranstaltet das Dialogforum Kultur bildet. zum Thema „Wer bildet wen? Kulturelle Bildung im Kontext von Migration und Integration“ in Kooperation mit der Kulturprojekte Berlin GmbH, mit Unterstützung des BMBF. Medienpartner des Dialogforums sind Deutschlandradio Kultur und WDR3.

 

Podiumsdiskussion

  • Breschkai Ferhad
    Leiterin der Koordinationsstelle der Neuen Deutschen Organisationen bei den Neuen deutschen Medienmachern
  • Prof. Dr. Naika Foroutan (angefragt)
    Stellvertretende Direktorin des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung
  • Reiner Hoffmann
    Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes
  • Olaf Zimmermann
    Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates

Moderation: Dr. Hans Dieter Heimendahl, Deutschlandradio Kultur

 

Im Anschluss an die Veranstaltung laden wir Sie herzlich zu einem kleinen Empfang mit Wein & Brezeln ein.

 

Weitere Informationen zur Veranstaltung entnehmen Sie bitte der elektronischen Einladungskarte.

 

Wir bitten um Rückmeldung bis zum 12. Mai 2016 per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

3. Veranstaltung: Werte – Tugenden – Religion: Was hält die Gesellschaft zusammen? Beiträge der Kultur zur Integrationsdebatte

 

Diskussion am Montag, dem 23.05.2016 um 19:00 Uhr im Haus der Berliner Festspiele

 

Eine Veranstaltung des Deutschen Kulturrates und Der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien in Kooperation mit den Berliner Festspielen im Rahmen der Woche „Kultur öffnet Welten“. Medienpartner: rbb

 

Geht es bei der Integration vor allem um den Wohnsitz, Deutschkurse und Qualifikation für den Arbeitsmarkt oder heißt Integration nicht auch, für Werte einzutreten und Werte zu vermitteln? Welche Rolle spielen Werte, Tugenden und Religion für den Zusammenhalt der Gesellschaft? Welche Wechselwirkung besteht zwischen Werten, Tugend, Religion und der Kultur? Ist die Kultur in einem säkularen Land nicht von Religion unabhängig? Welche Werte sollen vermittelt werden? Und wird sich unsere Werteordnung in einer multiethnischen und multireligiösen Gesellschaft ändern?

 

Diese und weitere Fragen sollen am 23.05.2016 ab 19:00 Uhr im Haus der Berliner Festspiele diskutiert werden. Wir freuen uns auf Ihr Kommen. Anmeldung erbeten unter: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 

Es diskutieren:

  • Dr. Petra Bahr,
    Leiterin der Hauptabteilung Politik und Beratung der Konrad Adenauer Stiftung
  • Prof. Monika Grütters MdB,
    Staatsministerin für Kultur und Medien
  • Prof. Christian Höppner,
    Präsident des Deutschen Kulturrates
  • Aiman Mazyek,
    Vorsitzender des Zentralrates der Muslime
  • Dr. Thomas Oberender,
    Intendant der Berliner Festspiele

Moderation: Harald Asel, rbb

4. Vortrag: Was bedeutet TTIP für unser Demokratieverständnis oder warum die TTIP-Debatte ein Glücksfall für die Demokratie sein kann

 

Die Rede von Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, auf den 10. Deutsch-Französische Kulturgesprächen in Freiburg am 30. April 2016 "Was bedeutet TTIP für unser Demokratieverständnis" kann hier nachgelesen werden.

 

 

 

5. Einschätzung: Programm-Debatte der AfD

 

Lesen Sie hier das Gespräch zwischen Stefan Maas (Deutschlandradio Kultur) und Olaf Zimmermann (Deutscher Kulturrat): Vor dem Programm-Parteitag der AfD Religion, Familie, Europa - alles Kulturfragen.

6. Neuerscheinung: Martin Luther Superstar - 500 Jahre Reformation

 

In sechs Monaten, am 31. Oktober, beginnen die Feierlichkeiten zu 500 Jahren Reformation mit einem Staatsakt und einem Festgottesdienst in Berlin. Genau ein Jahr später enden die Feierlichkeiten mit einem Staatsakt und einem Festgottesdienst in Wittenberg. Jetzt muss die Frage gestellt werden: Reformationsjubiläum – was soll das? Der Deutsche Kulturrat legt zur Anregung der Diskussion das Dossier "Martin Luther Superstar - 500 Jahre Reformation" vor.

 

Das 56-seitige Dossier ist für 4,20 Euro erhältlich über jede Buchhandlung (ISBN 978-3-934868-40-3) oder versandkostenfrei unter http://www.kulturrat.de/shop.php.

 

Als E-Paper kann das Dossier unter http://www.kulturrat.de/dossiers/luther-superstar.pdf kostenlos geladen werden.

 

 

7. P&K Mai/Juni 2016: Das Anthropozän, Künstlersozialversicherung, Kulturgutschutz, Integration, Freihandelsabkommen, Computerspielpreis

 

Die neue Ausgabe von Politik & Kultur ist erschienen. Sie ist in Bahnhofsbuchhandlungen, an großen Kiosken, auf Flughäfen und im Abonnement erhältlich. Einzelpreis: 3,00 Euro, im Abonnement: 18,00 Euro (inkl. Porto)

 

Als E-Paper kann sie unter http://www.kulturrat.de/puk/puk03-16.pdf (11 MB) kostenlos geladen werden.

Impressum:

Deutscher Kulturrat e.V.

Mohrenstr. 63

10117 Berlin

Web: http://www.kulturrat.de
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Tel: 030-226 05 28-0
Fax: 030-226 05 28-11

Verantwortlich:
Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates

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Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e. V.
Geschäftstelle Remscheid
Küppelstein 34
42857 Remscheid
Fon +49 (0) 21 91.79 43 93
Fax +49 (0) 21 91.79 43 89

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